Der Beryll ist ein, in seiner ursprünglichen Form, farbloses Edelsteinmineral. Erst durch einige diverse Verunreinigungen erhält dieses Mineral die vielen unterschiedlichen Farben, welche ihn so beliebt machen.
Das Wort „Beryll“ stammt von dem lateinischen „beryllus“ ab. „Beryllus“ ist der Begriff für klare Kristalle. Bereits im alten Rom sowie im alten Griechenland wurde dieser Edelstein als Sehhilfe genutzt. Daher leitet sich auch der Begriff „Brille“ ab.
Der Beryll wurde bereits vor vielen Jahrtausenden in Südamerika sowie in Ägypten abgebaut, um mit der Smaragdvariante des Minerals handeln zu können. Sein Vorkommen ist weit verbreitet. So ist der Beryll unter anderem in Nordamerika, Russland, Madagaskar, Australien, Norwegen, Südamerika, Namibia, Kalifornien und sogar in Österreich (Habachtal) zu finden.
Wie schon erwähnt, gibt es viele Farbvariationen des Berylls. Ein sehr bekannter Vertreter dieses Minerals ist unter anderem der grüne Smaragd, der wohl zu den wertvollsten Edelsteinen zählt. Auch der blaue Aquamarin erfreut sich großer Beliebtheit und ist wesentlich preisgünstiger als der grüne Edelstein. Der sehr seltene Heliodor hat eine Farbmischung zwischen hellgrün und gelb. Er ist hauptsächlich in Namibia, Madagaskar und Brasilien zu finden.

Eine rosafarbene (manchmal auch violette) Ausführung ist der Morganit – seine Farbe hat er dem Spurenelement Mangan zu verdanken. Roter Beryll ist extrem selten und wurde zum ersten Mal 1973 in Utah/USA gefunden. Das Spurenelement Eisen gibt dem gelben Beryll (auch Goldberyll) seine Farbe.
Dem Beryll werden Heilkräfte nachgesagt. So soll er beispielsweise gegen Stress und Magen-Darm Beschwerden helfen, da er, wenn man ihn als Ring oder Kette trägt, beruhigend wirken soll. (ed200x7)