Die Bezeichnung Turmalin steht nicht für einen einzelnen Edelstein sondern für eine gesamte Gruppe von kristallisierenden Silikat-Mineralen. Generell haben Turmaline einen weißen Grundton und besitzen eine Härte von 7 bis 7,5 Mohs.
Häufig variieren Farben von Blau, Grün, Rot, Rosa, Braun oder Schwarz. Ein einzelner Turmalinkristall kann sogar mehrere Farben aufweisen. Bei dem Wassermelonenturmalin handelt es sich beispielsweise um einen zweifarbigen Turmalin, dessen Inneres meist rot die Außenfarbe jedoch grün ist. Mohrenkopfturmaline erhalten ihren Namen ebenfalls durch ihre interessante Farbgebung: während der Kristall an sich hell ist, besitzt er eine dunkle Spitze.
Viele Turmaline weisen Pleochroismus auf, d.h. dass sie aus verschiedenen Blickwinkeln verschiedene Farbtöne zeigen. Einige werden immer dunkler, je weiter man sie von der Spitze aus betrachtet. Viele grüne Turmaline erscheinen aus dieser Perspektive aus braun. Es gibt auch solche, die ihre Farbe mehrmals wechseln. Besitzen sie anfangs eine dunkel bläulich-rote Farbgebung, wechselt diese beim Drehen zuerst in ein reines Blau und anschließend ins Schwarz.
Erst vor kurzem entdeckte man den Paraiba-Turmalin. Dieser zeigt ein einzigartiges, intensiv strahlendes Blau, welches ihn zu einer solchen Seltenheit macht, dass er noch wertvoller als ein Diamant ist.

Turmaline sind dafür bekannt, dass mechanische Beanspruchung oder Temperaturveränderung gegenüberliegende Kristallenden elektrisch auflädt. Diese Eigenschaft nennt man piezo- (ersteres) und pyroelektrisch (letzteres).

Turmalin-Arten:
Buergerit
Chromdravit
Dravit (braun, gelb, grün oder grau)
Elbait (darunter fallen: Achroit, farblos; Indigolith, blau; Rubellit, rosa bis rot; Siberite; Tsilaisite; Verdelith, grün)
Feruvit
Foitit
Liddicoatit
Magnesiofoitit
Olenit
Povondrait
Rossmanit
Schörl (schwarz)
Uvit (hell bis dunkelbraun)
Vanadiumdravit

Die schönsten Exemplare werden als Schmuckstein verwendet. Besonders häufig der Rubellit, aufgrund seiner roten Farbvariationen. Ein besonderes Beispiel ist die Meisterschale der Bundesliga, die mit 16 Turmalinen besetzte ist.
Wegen seiner Eigenschaften wird Turmalin verständlicher Weise auch in der Elektronik genutzt.
Bereits in der Antike war der Turmalin bekannt. In der ägyptischen Mythologie wurde berichtet, dass dieser die Sonne zum Leuchten gebracht habe und auch die Araber bezeichneten ihn als Stein der Sonne.
Erst in 1703 wurde der Turmalin in Europa bekannt.
Einst schenkte König Gustav III. von Schweden Zarin Katharina der Großen einen Rubin von stattlicher Größe. Irrtümlicherweise stellte sich dieser Rubin als ein Rubellit-Turmalin heraus.
Auch in der Heilsteinkunde hat der Turmalin einen festen Platz. Ihm werden einige heilende Wirkungen nachgesagt.
Dravit: stärkt die Regenerationskraft
Elbait: stimuliert die Systeme des Stoffwechsels, der Hormone und des Immunsystems
Indigolith: regt den Wasserhaushalt an, aktiviert Nieren und Blase
Rubellit: blutreinigend, steigert die Durchblutung von Leber & Milz
Verdelith: wirkt entgiftend, begünstigt Ausscheidungen
Schörl: schmerz lindernd.
In der Esoterik gilt er als ein starker Schutzstein gegen negative Einflüsse. 
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