Tipps:
Abendtaschen mit Perlen

 

Den ältesten bekannten Perlenschmuck fand man vor ca. 4300 Jahren als Grabbeigabe für einen persischen König. Besichtigen kann man den Schmuck in Kairo, im Ägyptischen Museum. Auch heute sind Perlen als Schmuck sehr beliebt. Ihr Preis richtet sich nach ihrem Gewicht, ihrer Symmetrie, ihrer Größe und Farbe und ihrer Makellosigkeit. Die natürliche Farbe der Perlen ist abhängig von der Art der Perlmuschel, ihrem Lebensraum und auch der Wassertemperatur. So können Perlen weiß und gelb sein aber auch einen rötlichen bis grauen Farbton besitzen. Heute können Perlen darüber hinaus, in alle gewünschten Töne gefärbt werden. Das Gewicht einer Perle wird in „Grain“ gemessen.
Als „echte“ Perlen oder Orient- Perlen, werden nur natürlich entstandene „ wild gewachsene“ Perlen bezeichnet. 1921 gelang es dem Japaner K. Mikimoto, die ersten Zuchtperlen auf den Markt zu bringen. Damit war der Grundstein der Perlenzucht gelegt, die sich nicht nur in Japan, sondern auch in China und in Indien etablierte.
„Akoya- Perlen“ heißen die Zuchtperlen, die im Meer gewachsen sind. Da ihnen ein runder Zellkern eingepflanzt wurde, ist ihre Form meist rund. Die „Biwa- Perlen“ sind japanische Süßwasserperlen und bekamen ihren Namen nach dem Biwa- See, in dem sie gezüchtet wurden. Unregelmäßig geformte Perlen werden als „Barock-Perlen“ bezeichnet. Es gibt eine Vielzahl an Perlen- und Muschelarten, die wegen ihrer Rarität sehr teuer sind.
Perlen wurden immer wieder Symbole zugeordnet. So standen sie in China für Reichtum, Würde und Weisheit. In Japan verband man mit Perlen das erhoffte Glück und in Indien den ersehnten Kinderreichtum. In der Religion spricht man von Perlen als „Tränen“.
Perlen werden heute gern als Halsketten, Collier, Ohrstecker oder Ringe getragen. Auch Armbänder und Anstecknadeln werden oft mit Perlen verziert. Die meisten Perlen für die Schmuckherstellung sind Zuchtperlen. Kombiniert mit Rotgold oder Weißgold sehen sie edel und elegant aus. Auch das Zusammenspiel von Perlen und Edelsteinen wird gewünscht und ist ein Zeichen von Extravaganz und Ausgefallenheit.

Perlen sind als Edelsteine allerdings auch sehr empfindlich. Hitze, Säure und Laugen mögen sie ganz und gar nicht. Auch Cremes und Haarspray, Kosmetika und Deos oder auch Parfum vertragen sie nicht gut. Deshalb ist es ratsam, sie nach dem Tragen gründlich zu reinigen. Aggressive Spül- und Putzmittel oder Tätigkeiten bei denen sie zerkratzen könnten, sollten unterlassen werden.
Damit die Perlenoberfläche nicht zerkratzt, ist das Aufbewahren in kleinen Schmuckbeuteln oder weichen Tüchern zu empfehlen. Auch kann man die wertvollen Perlenschmuckstücke gelegentlich bei einem Juwelier überprüfen lassen.
Um Perlen zu züchten, werden Muscheln aus dem Meer benötigt, denen ein Zellkern aus Perlmutt eingesetzt wird. Diese präparierten Muscheln werden in Netze gesetzt und im Meer versenkt. Hier wachsen sie und bauen im Laufe der Zeit Schicht um Schicht des Perlmutts auf. Die Wachstumszeit kann viele Jahre dauern. Zwischenzeitlich werden sie herausgeholt, gesäubert, von Algen und Tang befreit und wieder ausgesetzt. Nicht alle Muscheln überleben diese Zeit und nicht jede Muschel nimmt den Zellkern an.
Da der Kauf eines Perlenschmuckstückes eine relativ große Geldausgabe ist, sollte man lieber bei einem Juwelier oder Goldschmied kaufen. Die gute Qualität der Perlen erkennt man an ihrem „Lüster“. So bezeichnet man den Perlenglanz, der weich schimmernd und von innen strahlend sein soll. Auch muss die Oberfläche gleichmäßig, makellos und hell sein. Stumpfe oder kalkig wirkende Perlen deuten auf eine minderwertige Qualität hin.  (ed200x7) edelsteine schleifmaschinen